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  Frau Peteron
 
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Rupert Koppold in der
Stuttgarter Zeitung, 23. 3. 02

"Und schon öffnet sich einem die nächste Welt, öffnet sich Daniel Nockes elfminütiger Knettrickfilm mit seinen 'fleischig'-klobigen Figuren, öffnet 'Der moderne Zyklop'' das einzige große Auge. Er steht auf einer Bühne, wird präsentiert als Schriftsteller und erklärt einem interessierten Publikum: 'Ich glaube schon, dass ich gezwungen bin, sehr genau hinzusehen.' Anders als Schwizgebel ist Nocke, Absolvent der Ludwigsburger Filmakademie, ein richtiger Erzähler. Aber wie in seinen lapidar-lakonischen Werken 'Der Peitschenmeister' oder 'Die Trösterkrise' - letzteres beim Trickfilmfestival vor zwei Jahren mit dem Daimler-Chrysler-Förderpreis ausgezeichnet - spürt man auch in seinem neuen Film unter der Oberfläche den Abgrund. 'Ich habe letzte Nacht ihren Mann gefressen', sagt der Zyklop zerknirscht zu Frau Petersen. Die aber beruhigt ihn: 'Tja, dachte ich mir schon. Blöde Geschichte, aber das kann jedem passieren.' Doch, es ist schon komisch, wenn Nocke Archaik und Moderne, Mythos und Psychologie aufeinander prallen lässt. Aber nur komisch ist es nicht. Diese vielen ungeklärten Reste, die bei so einem Zusammenprall entstehen! Beunruhigend."

Prädikat "Besonders wertvoll" und Kurzfilm des Monats Februar 2002
Filmbewertungsstelle Wiesbaden

Bester Animationsfilm im nationalen Wettbewerb, Filmfest Dresden, 2002

Dritter Preis, Cinema Concetta, Rüsselsheim, 2002

Bester Kurzfilm, Filmfest Schwerin, 2002